Erzeugung von Reinstwasser
Behandelte Medien: Prozesswasser
Durchsatz: Umkehrosmose: 1.500 l/h Permeat; Elektrodeionisation: 1.400 l/h Diluat
Stoffe: Salze, Silikate
Verfahren: Elektrodeionisation, Enthärtung, Membranentgasung, Umkehrosmose
Inbetriebnahme: 2024
KF Unternehmen: Weil Wasseraufbereitung GmbH
Veranlassung
In der beim Kunden bisher betriebenen Reinstwasseranlage wurde zwischen der Stufe der Enthärtung und der Entsalzung durch Umkehrosmose Natronlauge zudosiert, um CO₂ zu binden. Diese chemische Abbindung sollte gemäß dem Kundenwunsch durch ein anderes Verfahren ersetzt werden. Zudem sollte die alte, störungsanfällige Reinstwasseranlage durch eine dem neuesten Stand der Technik entsprechende Anlage ersetzt werden, die
außerdem eine höhere Leistung aufweisen sollte.
Mehrstufige Reinstwasseranlage bestehend aus Enthärtung, Umkehrosmose, Membranentgasung und Elektrodeionisation
Das Reinstwasser wird aus Trinkwasser erzeugt, das einen hohen Gehalt an Silikat aufweist, welches das Wachstum von Kieselalgen begünstigt. Diese Algen überziehen als bräunlicher Belag Wasserpflanzen, Bodengrund und auch die Scheiben von Aquarien und sind aus diesem Grund in den Aquarien zu vermeiden. Die Reinstwasseranlage muss dementsprechend ein silikatfreies Wasser herstellen.
Für die erste Stufe der Anlage konnte die beim Kunden vorhandene Enthärtungsanlage übernommen werden. In der nachfolgenden Stufe erfolgt eine Entsalzung durch eine Umkehrosmose, deren Permeat anschließend einer Membranentgasung zugeführt wird, um die CO₂-Konzentration zu reduzieren. Dies geschieht dadurch, dass im Entgasungsmodul, in dem sich eine für Gase durchlässige, aber wasserundurchlässige Membran befindet, ein Unterdruck angelegt wird und so das im Wasser gelöste CO₂-Gas dem Wasser entzogen wird. Somit wird die bisher angewandte chemische Abbindung des CO₂ mit Natronlauge durch eine physikalische Entfernung ersetzt. Das neue Verfahren macht einen Umgang der Mitarbeiter mit einer gesundheits- und wassergefährdenden Chemikalie überflüssig und erhöht so die Arbeitssicherheit.
In der letzten Stufe der Reinstwasseranlage erfolgt eine Restentsalzung über ein Elektrodeionisationsmodul. Dieses ist zusammen mit der Umkehrosmose und dem Entgasungsmodul auf einem gemeinsamen Rahmengestell montiert und an einen gemeinsamen Schaltschrank mit SPS-Steuerung angeschlossen.
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