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Hydraulische Abstromsicherung von PAK, BTEX und MKW aus dem Grundwasser mittels Aktivkohlefiltrierung

Standort auf dem Gaswerk Camberger Brücke in Frankfurt/Main

Behandelte Medien: Grundwasser

Durchsatz: 1 m³/h

Stoffe: BTEX, MKW, PAK

Verfahren: Aktivkohle, Biologische Reinigung

Inbetriebnahme: 2015

KF Unternehmen: ARGUS Umweltbiotechnologie GmbH

Bioreaktoren und Aktivkohlefilter
Bioreaktoren und Aktivkohlefilter

Grundwasserreinigung mittels biologisch-physikalischem Verfahren

Auf dem Gaskraftwerkgelände der Firma Camberger Brücke wurden Verunreinigungen des Grundwassers mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), aromatischen Kohlenwasserstoffen (BTEX) und Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) nachgewiesen.

Der Durchsatz der Anlage beträgt insgesamt 1 m³/h. In der biologischen Stufe wird seit Sanierungsbeginn eine 80–90 %-ige Elimination der Schadstoffe erreicht. Hierin besteht der besondere Vorteil dieses Reinigungsverfahrens, da durch den biologischen Abbau der Schadstoffe der Aktivkohleverbrauch erheblich gesenkt werden kann.

Die beschriebene Anlage dient der hydraulischen Abstromsicherung und wird mit einem Entnahmebrunnen betrieben.

Zuerst durchläuft das Grundwasser ein Belebungsbecken. Mittels Druckerhöhungspumpen wird das Grundwasser der Filteranlage zugeführt.

Zur weitgehenden Abreinigung der organischen Schadstoffe folgt eine biologische Stufe, bestehend aus zwei in Reihe geschalteten Festbettbioreaktoren (je 1,0 m³). Die Mikroorganismen liegen immobilisiert auf speziellem Trägermaterial vor, sodass eine hohe Raum-Zeit-Ausbeute erzielt wird. Die Festbettreaktoren und Aktivkohlefilter sind rückspülbar und dienen gleichzeitig der Enteisenung des Grundwassers. Das Rückspülwasser wird aufgefangen und nach Absetzen des Rückspülschlamms wieder der Reinigungsanlage zugeführt. Der anfallende Schlamm wird im Bedarfsfall entsorgt.

Nach der biologischen Reinigungsstufe folgt eine 2-stufige Wasseraktivkohlefiltration (2 Arbeitsfilter, je 1 m³), in der die restlichen organischen Kontaminanten auf die Einleitwerte abgereinigt werden. Abschließend wird  das Wasser über einen Polizeifilter (1 m³) geführt.

Bis auf die Becken sind alle Anlagenkomponenten wintersicher in einem 20'-Seecontainer untergebracht.

Die gesamte Anlage ist mit Füllstandsteuerungen ausgestattet, so dass sich einzelne Anlagenbestandteile bei Störungen entsprechend zu- oder abschalten. Mittels einer Störungsmeldung wird ein Alarm bei Auslösen der Trockenlaufschütze oder Stromausfall an das Bereitschafts-Handy herausgegeben. Die gesamte Anlage ist fernüberwacht, ein Zugriff auf die Pumpen und Klappen ist per Fernzugriff möglich.

Ansprechpartner bei der ARGUS Umweltbiotechnologie GmbH

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Lars Sommerfeld
Geschäftsführung, Projektleitung